Die letzten Wochen habe es eindeutig gezeigt: Neue Männer braucht das Land! Viele, die sich im Dunstkreis der Kanzlerin bewegten, sind stiften gegangen, Es fing mit März an, und von Beust ist im Moment der letzte Flüchtling. Zurück bleibt eine Frauenriege, die offensichtlich ein dickeres Fell besitzt als die männlichen Krieger der Nation: von der Leyen, Köhler, Leuthäuser-Schnarrenberger, die Erfinderin merkwürdiger Doppelnamen und einige andere.
Das dickste Fell besitzt jedoch die Kanzlerin selbst. Mir scheint dicker selbst als das von Kohl (Wer erinnert sich noch?). Fröhlich ging sie in die Ferien mit einem Fazit ihrer Regierungsarbeit, das da lautete: „Prima Arbeit geleistet“.
Ich habe das Gefühl, sie bekommt gar nicht mehr mit, was in Deutschland los ist. Wären heute Wahlen, käme die FDÜ verdientermaßen nicht mehr in den Bundestag, und Rot-Grün hätte wahrscheinlich die absolute Mehrheit.
Zurück zum Thema: Wenn nach neuen Männern gesucht wird, bitte nicht solche Typen wie Mißfelder oder Lindner, der sich erstmal einen Bart wachsen ließ, um seine Männlichkeit unter Beweis zu stellen.
Es wird spannend nach der Urlaubszeit – oder sogar während selbiger. Die Wildschweine und Gurken bleiben sicher auch in dieser Zeit aktiv.
Donnerstag, 22. Juli 2010
Montag, 12. Juli 2010
Zur Normalität zurück?
Die Fußball-WM ist vorüber. 4 Wochen lang spielte Deutschland verrückt, hysterisch, euphorisch, laut, aber - dem Himmel sei Dank! - friedlich, fröhlich.
Die deutsche Mannschaft hat mit ihrem frischen, unbekümmerten Spiel erfreut, auch mich. Spanien wurde verdient Weltmeister, weil das Land zurzeit über die beste Mannschaft verfügt.
Zurück zu Deutschland: Das Drumherum erinnerte mich an das altrömische "panem et circenses" - bereits in jenen Zeiten immer wieder mit Erfolg eingesetzt: die Ablenkung vom Wesentlichen. So ganz nebenbei, zwischen den Spielen, hat die abgetakelte Bundesregierung ein paar Entscheidungen gegen die Wähler, besonders gegen die ärmeren, gegen die Rentner getroffen. Ich denke aber, wenn jetzt auch das Wetter ein wenig abkühlt, wird Deutschland erwachen, und die nächsten Wahlen kommen bestimmt.
Die deutsche Mannschaft hat mit ihrem frischen, unbekümmerten Spiel erfreut, auch mich. Spanien wurde verdient Weltmeister, weil das Land zurzeit über die beste Mannschaft verfügt.
Zurück zu Deutschland: Das Drumherum erinnerte mich an das altrömische "panem et circenses" - bereits in jenen Zeiten immer wieder mit Erfolg eingesetzt: die Ablenkung vom Wesentlichen. So ganz nebenbei, zwischen den Spielen, hat die abgetakelte Bundesregierung ein paar Entscheidungen gegen die Wähler, besonders gegen die ärmeren, gegen die Rentner getroffen. Ich denke aber, wenn jetzt auch das Wetter ein wenig abkühlt, wird Deutschland erwachen, und die nächsten Wahlen kommen bestimmt.
Montag, 15. Februar 2010
Maarten 't Haart: "Das Wüten der Welt"
Ich möchte auf ein Buch hinweisen, das zu lesen sich auf jeden Fall lohnt. Elke Heidenreich schrieb darüber, und treffender könnte ich das Buch auch nicht beschreiben:
"Es ist eine Geschichte über Musik und Schönheit, Enge und Verbohrheit, über das Erwachsenwerden und die Nachkriegszeit (in Holland), verzweifelte Lebenslügen und feigen Verrat - und wenn man ganz zum Schluss den Prolog noch einmal liest, dass wächst der Roman zu einem wunderbaren Kunstwerk zusammen. Dass dieses Kunstwerk sogar auch komisch ist, ist ein besonderer Verdienst des Autors, der in den Niederlanden zu den großen zählt."
Dieses Buch erhielt zahlreiche Auszeichnungen und "ist ein grandioser Kriminalroman mit viel Lokalkolerit, dessen überraschende Wendung am Ende dem Leser fast den Atem raubt" (SZ) Selten hat mich ein Krimi so fasziniert.
"Es ist eine Geschichte über Musik und Schönheit, Enge und Verbohrheit, über das Erwachsenwerden und die Nachkriegszeit (in Holland), verzweifelte Lebenslügen und feigen Verrat - und wenn man ganz zum Schluss den Prolog noch einmal liest, dass wächst der Roman zu einem wunderbaren Kunstwerk zusammen. Dass dieses Kunstwerk sogar auch komisch ist, ist ein besonderer Verdienst des Autors, der in den Niederlanden zu den großen zählt."
Dieses Buch erhielt zahlreiche Auszeichnungen und "ist ein grandioser Kriminalroman mit viel Lokalkolerit, dessen überraschende Wendung am Ende dem Leser fast den Atem raubt" (SZ) Selten hat mich ein Krimi so fasziniert.
Dienstag, 19. Januar 2010
"3nach9" wieder ohne Charlotte Roche
Eigentlich sträubt sich meine Tastatur vehement dagegen, den Namen Charlotte Roche überhaupt auszuschreiben, sie, deren "Feuchtgebiete" lange Zeit in aller Munde waren, was ich nicht allzu wörtlich zu verstehen bitte. Was sie jedoch geschafft hat: den Geisteszustand der Deutschen offenzulegen, die sich offenbar mehr (zumindest machen die Verkaufszahlen ihres Buches das vermuten) mehr für die Hämorrhoiden geistig gestörter "Schriftstellerinnen" interessieren als für die wichtigen Dinge des Lebens.
Ich habe nie verstanden, wie man diese Nervensäge für eine solch renommierte Talk-Show verpflichten konnte, noch weniger konnte ich Giovanni di Lorenzo verstehen, dass er das mitgemacht hat.
Doch nun ist sie wieder weg, nach fünf Sendungen. Im gegenseitigen Einvernehmen, wie es so schön heißt. Der Kultur in Deutschland ist damit kein Verlust entstanden.
P. S.: Was mich besonders an Büchern wie ihren ärgert: Ich kenne viele "unbekannte" Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die wirklich gut schreiben, die auch etwas zu erzählen haben. Sie bekommen in Deutschland niemals eine Chance, eben weil sie unbekannt sind.
Ich habe nie verstanden, wie man diese Nervensäge für eine solch renommierte Talk-Show verpflichten konnte, noch weniger konnte ich Giovanni di Lorenzo verstehen, dass er das mitgemacht hat.
Doch nun ist sie wieder weg, nach fünf Sendungen. Im gegenseitigen Einvernehmen, wie es so schön heißt. Der Kultur in Deutschland ist damit kein Verlust entstanden.
P. S.: Was mich besonders an Büchern wie ihren ärgert: Ich kenne viele "unbekannte" Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die wirklich gut schreiben, die auch etwas zu erzählen haben. Sie bekommen in Deutschland niemals eine Chance, eben weil sie unbekannt sind.
Donnerstag, 17. Dezember 2009
SALE
SALE, so befindet der Verein Deutsche Sprache e. V., sei das überflüssigste Wort des Jahres. Ich bin begeistert, dass dieser edle Verein das endlich auch gemerkt hat. Seit Jahren kämpfe ich gegen dieses Wort, ohne das kein Kaufhaus, kein Geschäft mehr auszukommen scheint, an.
Eine Geschichte, die ich zu diesem Thema vor Jahren bereits geschrieben habe, erheitert bei meinen Lesungen jedesmal das Auditorium.
Die deutsche Sprache benötigt solche Wörter nicht. Wir benötigen überhaupt keine Anglizismen. Wenn wir unsere Kultur bewahren wollen, müssen wir mit der Sprache beginnen.
P. S.: Ein weiteres Wort, das zur Diskussion stand, war Comedian. Diese auf allen TV-Kanälen auftretenen "Künstler der besonders unterirdischen Art" gehen mir schon lange auf die Nerven nebst der Bezeichnung für sie.
Eine Geschichte, die ich zu diesem Thema vor Jahren bereits geschrieben habe, erheitert bei meinen Lesungen jedesmal das Auditorium.
Die deutsche Sprache benötigt solche Wörter nicht. Wir benötigen überhaupt keine Anglizismen. Wenn wir unsere Kultur bewahren wollen, müssen wir mit der Sprache beginnen.
P. S.: Ein weiteres Wort, das zur Diskussion stand, war Comedian. Diese auf allen TV-Kanälen auftretenen "Künstler der besonders unterirdischen Art" gehen mir schon lange auf die Nerven nebst der Bezeichnung für sie.
Mittwoch, 9. Dezember 2009
Eine sauerländische Mutter schreibt an ihren Sohn
Man sagt den Menschen in gewissen Landstrichen Deutschlands nach, besonders intelligent zu sein. Ich zähle das Sauerland dazu, in dem ich lebe. Dort schrieb eine Mutter an ihren Sohn (Die Idee ist nicht auf meinem Mist gewachsen [Urheber unbekannt], sondern nur bearbeitet worden):
Mein lieber Sohn!
Ich schreibe Dir heute diesen Brief, damit Du weißt, dass ich und Dein Vater noch leben. Ich schreibe auch ganz langsam, weil ich ja weiß, dass Du nicht so schnell lesen kannst, und Du sollst ja erfahren, dass wir noch am Leben sind und was es Neues gibt.
Wenn Du wieder mal nach Hause kommst, wirst Du unsere Wohnung nicht mehr wiedererkennen,weil wir sind nämlich umgezogen. In der neuen Wohnung war schon eine Waschmaschine, was ich sehr praktisch fand. Ich probierte sie auch sofort aus und tat 14 Hemden hinein. Dann zog ich an der Kette. Die Maschine wäscht scheinbar sehr gründlich, denn die Hemden habe ich bis heute nicht wiedergesehen.
Vater hat jetzt neue Arbeit. Er hat 500 Leute unter sich, das hatte er noch nie. Er mäht jetzt den Rasen auf dem Friedhof.
Letzte Woche ist Onkel Otto – Du erinnerst Dich an ihn? - in einem Whiskyfass ertrunken. Einige Männer wollten ihn retten, aber er leistete heftigen Widerstand. Wir haben ihn verbrennen lassen. Es hat 3 Tage gedauert, bis die freiwillige Feuerwehr ihn gelöscht hatte.
Deine Schwester hat gestern ein Baby bekommen. Da wir nicht wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist,kann Dir ich auch noch nicht sagen,ob Du Onkel oder Tante geworden bist.
Es hat letzte Woche bei uns nur zweimal geregnet, erst 3 Tage, dann 4 Tage. Es hat so gedonnert, dass unser Huhn viermal dasselbe Ei gelegt hat.
Am Dienstag sind wir alle gegen Erdbeben geimpft worden, weil die Regierung meint, davon würde man toter als von der Schweinegrippe.
Viele Grüße, schreib mal, wenn Du mit dem Lesen fertig geworden bist,
Deine Mutter
P.S.: Ich wollte Dir noch Geld mitschicken, aber ich hatte den Brief schon zugeklebt.
Mein lieber Sohn!
Ich schreibe Dir heute diesen Brief, damit Du weißt, dass ich und Dein Vater noch leben. Ich schreibe auch ganz langsam, weil ich ja weiß, dass Du nicht so schnell lesen kannst, und Du sollst ja erfahren, dass wir noch am Leben sind und was es Neues gibt.
Wenn Du wieder mal nach Hause kommst, wirst Du unsere Wohnung nicht mehr wiedererkennen,weil wir sind nämlich umgezogen. In der neuen Wohnung war schon eine Waschmaschine, was ich sehr praktisch fand. Ich probierte sie auch sofort aus und tat 14 Hemden hinein. Dann zog ich an der Kette. Die Maschine wäscht scheinbar sehr gründlich, denn die Hemden habe ich bis heute nicht wiedergesehen.
Vater hat jetzt neue Arbeit. Er hat 500 Leute unter sich, das hatte er noch nie. Er mäht jetzt den Rasen auf dem Friedhof.
Letzte Woche ist Onkel Otto – Du erinnerst Dich an ihn? - in einem Whiskyfass ertrunken. Einige Männer wollten ihn retten, aber er leistete heftigen Widerstand. Wir haben ihn verbrennen lassen. Es hat 3 Tage gedauert, bis die freiwillige Feuerwehr ihn gelöscht hatte.
Deine Schwester hat gestern ein Baby bekommen. Da wir nicht wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist,kann Dir ich auch noch nicht sagen,ob Du Onkel oder Tante geworden bist.
Es hat letzte Woche bei uns nur zweimal geregnet, erst 3 Tage, dann 4 Tage. Es hat so gedonnert, dass unser Huhn viermal dasselbe Ei gelegt hat.
Am Dienstag sind wir alle gegen Erdbeben geimpft worden, weil die Regierung meint, davon würde man toter als von der Schweinegrippe.
Viele Grüße, schreib mal, wenn Du mit dem Lesen fertig geworden bist,
Deine Mutter
P.S.: Ich wollte Dir noch Geld mitschicken, aber ich hatte den Brief schon zugeklebt.
Dienstag, 8. Dezember 2009
Obama und der Friede
Als bekannt wurde, dass dem amerikanischen Präsidenten der Friedensnobelpreis verliehen werden sollte, gab es viele kritischen Stimmen, so auch meine. Ein Präsident, der Krieg führt, hat einen solchen Preis wohl kaum verdient.
Obama ist ein charismatischer Präsident, keine Frage. Für die USA war er nach meinem Verständnis die bessere Wahl. Aber er ist Amerikaner, und Amerikaner ticken anders! Das wissen wir doch schon lange. Nun kündigte er an, das Truppenkontingent in Afghanistan beträchtlich zu erhöhen und zwingt seine Verbündeten, es ihm gleichzutun. Ich stelle mir unter Frieden etwas anderes vor, nämlich Frieden und keine Kriegsverschärfung. Afghanistan ist nicht zu befrieden, jedenfalls nicht von außen. Das müssen die Stämme dort unter sich regeln, wie auch immer.
Es hätten sicherlich einige Menschen einen solchen Preis eher verdient gehabt als Obama. Ich denke da besonders an Ismail Khatib, einen Palästinenser, der in der ZDF-Sendung Menschen 2009 seine Würdigung fand. Er stiftete das Herz seines von israelischen Soldaten erschossenen zwölfjährigen Sohnes Ahmed dem israelischen Mädchen Sameh, damit es weiterleben kann. In meinen Augen ist dies eine große Friedensgeste, gerade in diesem Problemgebiet. Ich habe Freunde in beiden Lagern, weil ich oft geschäftlich dort war und die Verhältnisse kenne. Es gibt auf beiden Seiten viele Menschen, die friedlich miteinander leben wollen, die keinen Terror gegeneinander betreiben wollen. Khatib ist einer davon. Ich ziehe meinen Hut vor ihm und verleihe ihm meinen Friedenspreis.
Obama ist ein charismatischer Präsident, keine Frage. Für die USA war er nach meinem Verständnis die bessere Wahl. Aber er ist Amerikaner, und Amerikaner ticken anders! Das wissen wir doch schon lange. Nun kündigte er an, das Truppenkontingent in Afghanistan beträchtlich zu erhöhen und zwingt seine Verbündeten, es ihm gleichzutun. Ich stelle mir unter Frieden etwas anderes vor, nämlich Frieden und keine Kriegsverschärfung. Afghanistan ist nicht zu befrieden, jedenfalls nicht von außen. Das müssen die Stämme dort unter sich regeln, wie auch immer.
Es hätten sicherlich einige Menschen einen solchen Preis eher verdient gehabt als Obama. Ich denke da besonders an Ismail Khatib, einen Palästinenser, der in der ZDF-Sendung Menschen 2009 seine Würdigung fand. Er stiftete das Herz seines von israelischen Soldaten erschossenen zwölfjährigen Sohnes Ahmed dem israelischen Mädchen Sameh, damit es weiterleben kann. In meinen Augen ist dies eine große Friedensgeste, gerade in diesem Problemgebiet. Ich habe Freunde in beiden Lagern, weil ich oft geschäftlich dort war und die Verhältnisse kenne. Es gibt auf beiden Seiten viele Menschen, die friedlich miteinander leben wollen, die keinen Terror gegeneinander betreiben wollen. Khatib ist einer davon. Ich ziehe meinen Hut vor ihm und verleihe ihm meinen Friedenspreis.
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