Lukas Bärfuss „100 Tage“
Eins vorweg: Schon lange habe ich kein deutschsprachiges Buch der Neuzeit mehr gelesen mit einer derartig dichten, fesselnden Sprache wie dieses preisgekrönte Werk des Schweizers Lukas Bärfuss.
Er erzählt aus den Erinnerungen des Schweizer Entwicklungshelfers David Hohl, der den Genozid in Ruanda 1994 miterlebte.
Das Buch ist eine Parabel über gescheiterte Entwicklungshilfe in Afrika. Es macht mehr als deutlich, dass Afrika wenig zu tun hat mit der Romantik, die in zahlreichen Romanen immer wieder dargestellt wird. Afrika ist nicht der Kontinent von Löwen, Elefanten oder anderer Tiere, die von den Reichen dieser Welt gerne gejagt, zumindest fotografiert werden, Afrika ist der Kontinent von Korruption, Armut, Krankheit und Völkermord, den Kolonialmächte hinterlassen haben, ohne die Basis für gedeihliche Entwicklungen zu schaffen. In Ruanda wurden innerhalb von 100 Tagen ungefähr 1 Million Menschen, meist auf grausamste Weise, umgebracht. Wer kann sich heute noch daran erinnern?
Wer Interesse an dem Afrika von heute hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Dienstag, 25. August 2009
Freitag, 26. Juni 2009
Nachtrag zu Soldaten ...
Das passt auch sehr schön zum vorigen Thema:
Heute ist der Presse zu entnehmen, dass Deutschland vorbildlich, wie es nun mal ist, damit beginnt, seine Streubomben zu vernichten, obwohl ... ja, obwohl die Russen und Chinesen und - wen wundert's? - die Amis das Oslo-Abkommen noch nicht unterzeichnet haben oder gar nicht daran denken.
Vorbildlich? Ich frage, für welchen Zweck wurden in Deutschland diese heimtückischen Waffen überhaupt angeschafft? Wenn schon, zum Streuen wahrscheinlich. Aber wo? Wenn wir nur eine Verteidigungsarmee besitzen, wie imemr behauptet wird, kann doch nur ein Einsatz in Deutschland geplant gewesen sein. Wollten die Bayern sich vielleicht damit gegen die Ostfriesen schützen?
Wie aber werden die Bomben jetzt wohl unschädlich gemacht? Wahrscheinlich in Afghanistan. Das würde mir jetzt - ökonomisch gesehen - Sinn machen. Bis zum Jahre 2015 will man damit fertig sein. Ich frage, welche Mengen sind denn davon vorhanden, oder will man so lange weiter Krieg am Hindukusch führen?
Ich jedenfalls werde vorsichtshalber in Zukunft vorsichtiger draußen auftreten. Man kann ja nie wissen. Denn ich möchte nicht auf diese Weise verstreut werden.
Noch ein Wort zur Bundeswehr und Kosten, die sie verursacht zuungunsten notleidender Mitbürger:
Da gab doch der deutsche Botschafter in Kroatien eine Party und merkte plötzlich, dass ihm deutscher Senf fehlte. Ein Anruf, und schon stieg ein Eurofighter der BW in die Lüfte und brachte ihm den Senf. Jetzt weiß ich, dass eine Tube Senf ungefähr 50.000 € kostet.
Für die BW war dies ein Übungsflug.
Heute ist der Presse zu entnehmen, dass Deutschland vorbildlich, wie es nun mal ist, damit beginnt, seine Streubomben zu vernichten, obwohl ... ja, obwohl die Russen und Chinesen und - wen wundert's? - die Amis das Oslo-Abkommen noch nicht unterzeichnet haben oder gar nicht daran denken.
Vorbildlich? Ich frage, für welchen Zweck wurden in Deutschland diese heimtückischen Waffen überhaupt angeschafft? Wenn schon, zum Streuen wahrscheinlich. Aber wo? Wenn wir nur eine Verteidigungsarmee besitzen, wie imemr behauptet wird, kann doch nur ein Einsatz in Deutschland geplant gewesen sein. Wollten die Bayern sich vielleicht damit gegen die Ostfriesen schützen?
Wie aber werden die Bomben jetzt wohl unschädlich gemacht? Wahrscheinlich in Afghanistan. Das würde mir jetzt - ökonomisch gesehen - Sinn machen. Bis zum Jahre 2015 will man damit fertig sein. Ich frage, welche Mengen sind denn davon vorhanden, oder will man so lange weiter Krieg am Hindukusch führen?
Ich jedenfalls werde vorsichtshalber in Zukunft vorsichtiger draußen auftreten. Man kann ja nie wissen. Denn ich möchte nicht auf diese Weise verstreut werden.
Noch ein Wort zur Bundeswehr und Kosten, die sie verursacht zuungunsten notleidender Mitbürger:
Da gab doch der deutsche Botschafter in Kroatien eine Party und merkte plötzlich, dass ihm deutscher Senf fehlte. Ein Anruf, und schon stieg ein Eurofighter der BW in die Lüfte und brachte ihm den Senf. Jetzt weiß ich, dass eine Tube Senf ungefähr 50.000 € kostet.
Für die BW war dies ein Übungsflug.
Donnerstag, 25. Juni 2009
Sag, wo die Soldaten sind?
Sag, wo die Soldaten sind?
Wo sind sie geblieben?
Sag, wo die Soldaten sind?
Was ist gescheh'n?
Sag, wo die Soldaten sind?
Über Gräbern weht der Wind.
Wann wird man je versteh'n?
Wann wird man je versteh'n?
Sag mir, wo die Gräber sind?
Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Gräber sind?
Was ist gescheh'n?
Sag mir, wo die Gräber sind?
Blumen blüh'n im Sommerwind.
Wann wird man je versteh'n?
Wann wird man je versteh'n?
Ja, wann wird man je verstehen? Ich sowieso nicht. Ich würde niemals eine Waffe in die Hand nehmen. Mit mir ist kein Krieg zu gewinnen. Krieg? Deutschland schickt seine Soldaten in alle Welt, aber nicht um Krieg zu führen. Um Gottes Willen, nur das nicht.
Für was denn sind Soldaten da? Um Urlaub am Hindukusch zu machen? Um dort Waffentechnik zu erproben? Um sich von unsichtbaren und ziemlich vermummten Feinden abschießen zu lassen? Nein, der Hindukusch ist kein Kriegsgebiet, der Hindukusch wird von der Bundeswehr getestet für Abenteuerurlaub, damit die notleidende Touristikindustrie wieder auf die Beine oder in die Flieger kommt. Auch Konjunkturpaket Nummer 4 genannt. Oder so ähnlich.
Bundeswehrminister Jung, dieser Obergeneral von Merkels Gnaden, der eloquent ungefähr wie ein Analphabet seine Weisheiten von sich gibt, kann es auch nicht erklären. Wie auch? Es ist kein Krieg in Afghanistan, behauptet er. Im gleichen Atemzug aber gesteht er ein, dass dortselbst Soldaten fallen. Wenn Soldaten fallen, ist Krieg, Herr Jung! Ansonsten können sie nur bei Unfällen sterben, weil vielleicht ein Fallschirm sich nicht öffnete, ein Panzer versehentlich sie überrollte oder eine Waffe sich beim Reinigen selbst erprobte. Aber bei jedem Soldaten, der in diesem Nichtkrieg oder was auch immer fällt, gibt es eine feine Trauerfeier mit hehrem Geschwätz in Deutschland, bei der die anwesenden Politiker ihre Depressionsfalten im Gesicht in verstärkter Form vorzeigen dürfen.
Wer soll noch wem glauben, dass am Hindukusch unsere Freiheit auf dem Spiel steht? In einem Land, das wild und unregierbar ist. Welche und wessen Freiheit gilt es dort zu verteidigen? Das wissen selbst die Einwohner dieses Landes nicht so genau.
Die Bundeswehr ist ein viel zu hoher Kostenfaktor, der rigoros zusammengestrichen werden sollte. Nach meiner Meinung alles, meinetwegen bis auf die Kapellen. Vielleicht könnte Deutschland mit ihnen eine neue Kultur nach Afghanistan oder wohin auch immer bringen. Das wäre eine Aufgabe, die ich akzeptieren könnte. Alles andere aber …
Wann wird man je verstehen?
Wo sind sie geblieben?
Sag, wo die Soldaten sind?
Was ist gescheh'n?
Sag, wo die Soldaten sind?
Über Gräbern weht der Wind.
Wann wird man je versteh'n?
Wann wird man je versteh'n?
Sag mir, wo die Gräber sind?
Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Gräber sind?
Was ist gescheh'n?
Sag mir, wo die Gräber sind?
Blumen blüh'n im Sommerwind.
Wann wird man je versteh'n?
Wann wird man je versteh'n?
Ja, wann wird man je verstehen? Ich sowieso nicht. Ich würde niemals eine Waffe in die Hand nehmen. Mit mir ist kein Krieg zu gewinnen. Krieg? Deutschland schickt seine Soldaten in alle Welt, aber nicht um Krieg zu führen. Um Gottes Willen, nur das nicht.
Für was denn sind Soldaten da? Um Urlaub am Hindukusch zu machen? Um dort Waffentechnik zu erproben? Um sich von unsichtbaren und ziemlich vermummten Feinden abschießen zu lassen? Nein, der Hindukusch ist kein Kriegsgebiet, der Hindukusch wird von der Bundeswehr getestet für Abenteuerurlaub, damit die notleidende Touristikindustrie wieder auf die Beine oder in die Flieger kommt. Auch Konjunkturpaket Nummer 4 genannt. Oder so ähnlich.
Bundeswehrminister Jung, dieser Obergeneral von Merkels Gnaden, der eloquent ungefähr wie ein Analphabet seine Weisheiten von sich gibt, kann es auch nicht erklären. Wie auch? Es ist kein Krieg in Afghanistan, behauptet er. Im gleichen Atemzug aber gesteht er ein, dass dortselbst Soldaten fallen. Wenn Soldaten fallen, ist Krieg, Herr Jung! Ansonsten können sie nur bei Unfällen sterben, weil vielleicht ein Fallschirm sich nicht öffnete, ein Panzer versehentlich sie überrollte oder eine Waffe sich beim Reinigen selbst erprobte. Aber bei jedem Soldaten, der in diesem Nichtkrieg oder was auch immer fällt, gibt es eine feine Trauerfeier mit hehrem Geschwätz in Deutschland, bei der die anwesenden Politiker ihre Depressionsfalten im Gesicht in verstärkter Form vorzeigen dürfen.
Wer soll noch wem glauben, dass am Hindukusch unsere Freiheit auf dem Spiel steht? In einem Land, das wild und unregierbar ist. Welche und wessen Freiheit gilt es dort zu verteidigen? Das wissen selbst die Einwohner dieses Landes nicht so genau.
Die Bundeswehr ist ein viel zu hoher Kostenfaktor, der rigoros zusammengestrichen werden sollte. Nach meiner Meinung alles, meinetwegen bis auf die Kapellen. Vielleicht könnte Deutschland mit ihnen eine neue Kultur nach Afghanistan oder wohin auch immer bringen. Das wäre eine Aufgabe, die ich akzeptieren könnte. Alles andere aber …
Wann wird man je verstehen?
Freitag, 19. Juni 2009
NDR 3 „5 nach 12“
Was ich heute der Presse entnahm, verschlägt mir fast die Sprache, nicht ganz, ich kann noch darüber schreiben:
Charlotte Roche moderiert ab September die Radio-Bremen-Talkshow „3 nach 9“, die älteste noch laufende Talkshow im deutschen Fernsehen. Sie beerbt die nette, witzige Amelie Fried.
Was wollen die Fernsehanstalten uns Gebührenzahlern eigentlich noch alles zumuten? Die Frau, die zwar bei VIVA schon Erfahrungen gesammelt hat, die aber niemand kennen würde, hätte sie nicht das unsägliche Buch über die Befindlichkeiten von Hämorrhoiden geschrieben, das noch immer weit oben auf der Bestsellerliste im Land der Dichter und Denker steht. Sie hatte das Glück, wie immer sie oder ihr Verlag es auch angestellt haben mögen, nach Erscheinen des Buches, durch alle Talkshows gezogen zu werden und in allen Zeitungen, sogar den seriösen, rezensiert zu werden. Wäre dem allgemein so, hätte eine Menge unbekannter, aber guter Autorinnen und Autoren auch die Chance, bekannt zu werden. Nun aber dürfen die Konsumenten dieser Sendung (Ich werde nicht dazu gehören) sich auf ihre weiteren Ergüsse freuen, sicherlich auch auf ein nächstes Buch, wobei die Welt der Literatur schon heute gespannt sein darf, welche Körperteile dieses Mal ihre Zuneigung finden werden. Ich frage mich auch, was Giovanni di Lorenzo davon hält und ob er gefragt worden ist.
Armes Deutschland! Wir gehen nicht nur wirtschaftlich den Bach runter, viel mehr noch intellektuell.
Charlotte Roche moderiert ab September die Radio-Bremen-Talkshow „3 nach 9“, die älteste noch laufende Talkshow im deutschen Fernsehen. Sie beerbt die nette, witzige Amelie Fried.
Was wollen die Fernsehanstalten uns Gebührenzahlern eigentlich noch alles zumuten? Die Frau, die zwar bei VIVA schon Erfahrungen gesammelt hat, die aber niemand kennen würde, hätte sie nicht das unsägliche Buch über die Befindlichkeiten von Hämorrhoiden geschrieben, das noch immer weit oben auf der Bestsellerliste im Land der Dichter und Denker steht. Sie hatte das Glück, wie immer sie oder ihr Verlag es auch angestellt haben mögen, nach Erscheinen des Buches, durch alle Talkshows gezogen zu werden und in allen Zeitungen, sogar den seriösen, rezensiert zu werden. Wäre dem allgemein so, hätte eine Menge unbekannter, aber guter Autorinnen und Autoren auch die Chance, bekannt zu werden. Nun aber dürfen die Konsumenten dieser Sendung (Ich werde nicht dazu gehören) sich auf ihre weiteren Ergüsse freuen, sicherlich auch auf ein nächstes Buch, wobei die Welt der Literatur schon heute gespannt sein darf, welche Körperteile dieses Mal ihre Zuneigung finden werden. Ich frage mich auch, was Giovanni di Lorenzo davon hält und ob er gefragt worden ist.
Armes Deutschland! Wir gehen nicht nur wirtschaftlich den Bach runter, viel mehr noch intellektuell.
Mittwoch, 25. März 2009
Deutsche Bank: Leistung, die Leiden schafft
Den Medien ist heute zu entnehmen, dass der Schweizer Bankenimport Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, im vergangenen Jahr wegen seines Verzichts auf Bonuszahlungen(!) deutlich weniger als noch 2007 verdient (verdient?).
Seine Vergütung sei, so heißt es, von insgesamt 13,98 Millionen Euro auf 1,39 Millionen zurückgegangen (pro Jahr wohlgemerkt!).
Die Vorstandsmitglieder erhielten insgesamt rund 4,48 Millionen, 2007 waren es noch 33,18 Millionen Euro gewesen.
Anfang Februar hatte die Bank mitgeteilt, im vergangenen Jahr 5,7 Milliarden EuroVerlust vor Steuern erwirtschaftet zu haben, wohingegen sie 2007 noch 6,5 Milliarden erwirtschaftet habe.
Mir kommen die Tränen, sie laufen mir in Strömen die Wangen hinunter.
Lasst uns für die Ackermänner dieser Welt eine Sammlung veranstalten. Wie soll der mit seinem Einkommen nur über die Runden kommen? Das schafft der nie? Ich möchte nur gerne mal wissen, ob er ebenfalls so viel private Anlagen verbrannt hat wie bei mir oder anderen Sparern (verhältnismäßig gesehen natürlich).
Es ist dreist, überhaupt noch von „Verdienst“ zu sprechen. Was er und seine Artgenossen verdienen, ist, schleunigst auf Nimmerwiedersehen in den Weltraum befördert zu werden.
Seine Vergütung sei, so heißt es, von insgesamt 13,98 Millionen Euro auf 1,39 Millionen zurückgegangen (pro Jahr wohlgemerkt!).
Die Vorstandsmitglieder erhielten insgesamt rund 4,48 Millionen, 2007 waren es noch 33,18 Millionen Euro gewesen.
Anfang Februar hatte die Bank mitgeteilt, im vergangenen Jahr 5,7 Milliarden EuroVerlust vor Steuern erwirtschaftet zu haben, wohingegen sie 2007 noch 6,5 Milliarden erwirtschaftet habe.
Mir kommen die Tränen, sie laufen mir in Strömen die Wangen hinunter.
Lasst uns für die Ackermänner dieser Welt eine Sammlung veranstalten. Wie soll der mit seinem Einkommen nur über die Runden kommen? Das schafft der nie? Ich möchte nur gerne mal wissen, ob er ebenfalls so viel private Anlagen verbrannt hat wie bei mir oder anderen Sparern (verhältnismäßig gesehen natürlich).
Es ist dreist, überhaupt noch von „Verdienst“ zu sprechen. Was er und seine Artgenossen verdienen, ist, schleunigst auf Nimmerwiedersehen in den Weltraum befördert zu werden.
Montag, 16. März 2009
Siba Shakib: "Nach Afghanistan kommt Gott nur zum Weinen"
Afghanistan. Was wissen wir über dieses Land? Was uns täglich die Medien berichten? Falsch, weitgehend falsch! Wir sehen und lesen meistens nur, was uns - besonders die amerikanische - Zensur vorsetzt. Einige namhafte Journalisten haben deswegen schon aufgegeben.
Khaled Hosseinis "Drachenläufer" haben uns erstmals einen gewissen Einblick verschafft, was sich am Hindukusch wirklich abspielt. Wer sich wirklich für dieses Land und seine Menschen, die ständig auf der Flucht vor irgendwem sind, interesseirt, sollte dieses Buch lesen. Erschütternd!
Siba Shakib, die Autorin, wurde im Iran geboren und wuchs in Teheran auf. Als Perserin sind ihr Religion, Tradition und Mentalität der Menschen in Afghanistan vertraut. Seit sechs Jahren arbeitet sie dort als Autorin und Filmemacherin. Ihre zum Teil preisgekrönten Dokumentationen, vor allem für die ARD, sind aufrüttelnde Belege für die verheerende Situation der Bevölkerung in Afghanistan. Siba Shakib lebt in Deutschland, New York und Italien.
In ihrem Buch beschreibt sie das Leben einer tapferen Frau, deren Familie durch die herrschende Situation immer wieder von Neuem in Mitleidenschaft gezogen wird. Sie ist ständig auf der Flucht - mit ihren Kindern, teilweise mit ihrem Mann, der sie beim Glücksspiel gewonnen hat -, in Afghanistan, nach Pakistan, wieder zurück, in den Iran und wieder nach Afghanistan. Sie durchlebt mit ihren Kindern ein Leben, das sich in Mitteleuropa niemand vorstellen kann.
Afghanistan ist ein unregierbares Land. Stämme beherrschen nach wie vor ihre Reviere. Die Regierung hat kaum Einfluss. Erst versuchten die Briten, dann die Russen, dann die Amerikaner, heute die ganze Welt, in diesem Land Ordnung zu schaffen. Das Ergebnis waren die Bildung der Mujaheddin und Taleban als Widerstand gegen äußere Einflüsse. Das Land - ursprünglich auf gutem Weg in eine moderne Zeit - wurde aus diesen Gründen ins Mittelalter zurückgezogen.
Das Buch macht deutlich: Man kann Afghanistan von außen kaum helfen. Das Land muss sich selbst finden!
Wer dieses Buch gelesen hat, wird manches anders sehen als bisher!
Khaled Hosseinis "Drachenläufer" haben uns erstmals einen gewissen Einblick verschafft, was sich am Hindukusch wirklich abspielt. Wer sich wirklich für dieses Land und seine Menschen, die ständig auf der Flucht vor irgendwem sind, interesseirt, sollte dieses Buch lesen. Erschütternd!
Siba Shakib, die Autorin, wurde im Iran geboren und wuchs in Teheran auf. Als Perserin sind ihr Religion, Tradition und Mentalität der Menschen in Afghanistan vertraut. Seit sechs Jahren arbeitet sie dort als Autorin und Filmemacherin. Ihre zum Teil preisgekrönten Dokumentationen, vor allem für die ARD, sind aufrüttelnde Belege für die verheerende Situation der Bevölkerung in Afghanistan. Siba Shakib lebt in Deutschland, New York und Italien.
In ihrem Buch beschreibt sie das Leben einer tapferen Frau, deren Familie durch die herrschende Situation immer wieder von Neuem in Mitleidenschaft gezogen wird. Sie ist ständig auf der Flucht - mit ihren Kindern, teilweise mit ihrem Mann, der sie beim Glücksspiel gewonnen hat -, in Afghanistan, nach Pakistan, wieder zurück, in den Iran und wieder nach Afghanistan. Sie durchlebt mit ihren Kindern ein Leben, das sich in Mitteleuropa niemand vorstellen kann.
Afghanistan ist ein unregierbares Land. Stämme beherrschen nach wie vor ihre Reviere. Die Regierung hat kaum Einfluss. Erst versuchten die Briten, dann die Russen, dann die Amerikaner, heute die ganze Welt, in diesem Land Ordnung zu schaffen. Das Ergebnis waren die Bildung der Mujaheddin und Taleban als Widerstand gegen äußere Einflüsse. Das Land - ursprünglich auf gutem Weg in eine moderne Zeit - wurde aus diesen Gründen ins Mittelalter zurückgezogen.
Das Buch macht deutlich: Man kann Afghanistan von außen kaum helfen. Das Land muss sich selbst finden!
Wer dieses Buch gelesen hat, wird manches anders sehen als bisher!
Donnerstag, 12. März 2009
Winnenden
God bless America, damit von dort weiter Unheil jeder Art auf dem Erdball verbreitet werden kann. Und Deutschland übernimmt gerne, wie immer ...
Wann werden bei uns endlich alle Schüler bis an die Zähne bewaffnet zum Unterricht gehen, damit sie sich auf Augenhöhe begegnen und bekämpfen können?
High noon!
Was frage ich im Ernst ist aus Deutschlands Gesellschaft geworden? Wo steuern wir hin?
Wer zieht die Bremsleine?
Auf unsere Politiker können wir uns schon lange nicht mehr verlassen. Sie benötigen uns Steuerzahler nur noch als Zahlungsmittel für ihre Spielchen, Spielchen, für die wir sie zwar gewählt, aber noch lange nicht legitimiert haben. Geld fehlt an allen Ecken und Kanten, besonders bei denen, die das Wort nur aus dem Wörterbuch kennen.
Winnenden war dafür auch wieder ein gutes Beispiel.
Zu der Berichterstattung im Fernsehen ist anzumerken, dass selbst nicht schwäbische Sender (traut man denen nichts zu?) wie der WDR ein Reporter- und Kamerateam gen Süden schickte, um zu berichten, was auch die regionalen Sender alleine geschafft hätten. Jeder Sender brachte zudem eigene "Experten" vors Mikrofon.
"Wer soll das bezahlen?", singen die Jecken in Kölle. Wir bezahlen! Wir Medienkonsumenten. Und werden dennoch keinen Deut schlauer (gemacht).
Wer rettet Deutschland? Bald sind Wahlen, aber ich sehe niemanden, dem ich das zutraue.
Wann werden bei uns endlich alle Schüler bis an die Zähne bewaffnet zum Unterricht gehen, damit sie sich auf Augenhöhe begegnen und bekämpfen können?
High noon!
Was frage ich im Ernst ist aus Deutschlands Gesellschaft geworden? Wo steuern wir hin?
Wer zieht die Bremsleine?
Auf unsere Politiker können wir uns schon lange nicht mehr verlassen. Sie benötigen uns Steuerzahler nur noch als Zahlungsmittel für ihre Spielchen, Spielchen, für die wir sie zwar gewählt, aber noch lange nicht legitimiert haben. Geld fehlt an allen Ecken und Kanten, besonders bei denen, die das Wort nur aus dem Wörterbuch kennen.
Winnenden war dafür auch wieder ein gutes Beispiel.
Zu der Berichterstattung im Fernsehen ist anzumerken, dass selbst nicht schwäbische Sender (traut man denen nichts zu?) wie der WDR ein Reporter- und Kamerateam gen Süden schickte, um zu berichten, was auch die regionalen Sender alleine geschafft hätten. Jeder Sender brachte zudem eigene "Experten" vors Mikrofon.
"Wer soll das bezahlen?", singen die Jecken in Kölle. Wir bezahlen! Wir Medienkonsumenten. Und werden dennoch keinen Deut schlauer (gemacht).
Wer rettet Deutschland? Bald sind Wahlen, aber ich sehe niemanden, dem ich das zutraue.
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